Information:  Der Rhesusfaktor D (RhD) oder das RhD-Antigen ist das häufigste der fünf wichtigsten Rhesus-Antigene (C, c, D, E und e) aus einer Vielzahl von Antigenen auf der Oberfläche von roten Blutkörperchen. Das dominant vererbte RHD-Gen bestimmt, ob ein Mensch RhD-positiv oder -negativ ist. Der größte Teil der Bevölkerung ist RhD-positiv. Bei einem RhD-negativen Status liegt meist eine komplette Deletion des RHD-Gens vor. Seltener führen kleinere genetische Veränderungen (z. B. Punktmutationen, Insertionen, Deletionen und Gen-Rearrangements) zu einem nicht funktionalen oder schwachen RhD-Antigen. Da die Zweckbestimmung ausdrücklich besagt, dass nur RhD-negative Frauen mit dem FetoGnost® Kit RHD getestet werden sollen, kommt es zu keiner Beeinträchtigung beim Nachweis von Exons des Fetus. 60 % der Feten sind RhD-positiv, 40 % sind RhD-negativ. Die Vorhersage des fetalen RhD-Status ist für die Verhinderung des Morbus haemolyticus neonatorum von großer Bedeutung, da eine RhD-negative Mutter auf einen RhD-positiven Fetus sensibilisiert wird und IgG-Anti-D-Antikörper bildet, welche in einer Folgeschwangerschaft den Fetus schädigen.

Beschreibung:  FetoGnost® Kit RHD ist ein nicht automatisierter IVD-Real-Time-PCR-Test für den qualitativen Nachweis fetaler RHD-DNA aus zellfreier DNA, die aus dem mütterlichem Plasma RhD-negativer schwangerer Frauen extrahiert wird (nicht invasive pränatale Bestimmung des fetalen RHD-Status, NIPD-RhD). Der Test weist Exon 5, 7 und 10 des RHD-Gens nach.

Die klinische Funktion des Tests besteht in der Vorhersage des fetalen RhD-Status. Er ermöglicht eine gezielte Anti-D-Prophylaxe bei nicht immunisierten RhD-negativen Schwangeren. Dieser Test ist für Frauen aller Altersgruppen ab der 12. Schwangerschaftswoche (SSW ≥ 11+0) mit Einlings- oder Mehr-lingsschwangerschaften geeignet. Der Test kann sowohl bei einer ersten Schwangerschaft als auch bei Folgeschwangerschaften angewendet werden.

Der Test ist für den professionellen Gebrauch bestimmt und darf nur von Fachpersonal verwendet werden, das auf Real-Time-PCR- und In-vitro-Diagnoseverfahren geschult wurde.

FetoGnost® Kit RHD
Bestellnummer Reaktionen Kanal Erreger Kanal IPC Ziel
HUFG100 100 FAM, VIC, NED Cy5 RHD Exon 5, 7, 10
HUFG500 500 FAM, VIC, NED Cy5 RHD Exon 5, 7, 10
Für in-vitro Diagnostik geeignet.
Lieferung bei: -20 °C to +4 °C
Produkteigenschaften:
  • CE-IVDR Real-Time PCR
  • Amplifikation und Nachweis: humanes RHD Gen Exon 5 (VIC), 7 (FAM), 10 (NED)
  • Internes Positiv Kontrollsystem (IPC): Kontrolle der DNA Extraktion, Ausschluss falsch-negativer Ergebnisse, Cy5 Kanal
  • Rapid hot-start Taq DNA Polymerase
  • ROX™ Farbstoff als passive Referenz
  • Optimiert für den Umgang mit PCR Inhibitoren
  • HUFG100: Analyse von bis zu 30 Plasmaproben in Triplikaten (inkl. Kontrollen)
  • HUFG500: Analyse von bis zu 150 Plasmaproben in Triplikaten (inkl. Kontrollen)

PCR Geräte: FetoGnost® Kit RHD wurde mit dem Applied Biosystems 7500® Instrument und QuantStudioTM 5, 6 und 7 Pro (Thermo Fisher Scientific) validiert (Fast Cycle Parameter werden nicht unterstützt).

Frequently Asked Questions:

Das Kit ermöglicht die nicht-invasive pränatale Bestimmung des fetalen RHD-Status bei RhD-negativen Schwangeren durch den Nachweis fetaler RHD-DNA im mütterlichen Plasma mittels real-time PCR.
Der Test erkennt gezielt die Exons 5, 7 und 10 des RHD-Gens zur Bestätigung eines RhD-positiven Feten.
Der Test ist ab der 12. Schwangerschaftswoche (SSW 11+0) validiert und für Einlings- und Mehrlingsschwangerschaften geeignet.
Die Analyse in Triplikaten pro Exon erhöht die Testgenauigkeit und reduziert das Risiko falsch-negativer Ergebnisse.
Die Detektion erfolgt mittels fluoreszenzmarkierter Sonden, die speziell auf fetale RHD-DNA ausgerichtet sind und maternale DNA weitgehend ausschließen.
Die IPC dient der Kontrolle der DNA-Extraktion und möglicher PCR-Inhibierung, um falsch-negative Ergebnisse auszuschließen.
Für zuverlässige Ergebnisse wird mindestens 0,5 mL Plasma für die Extraktion empfohlen.
Ja, bei seltenen Varianten kann es zur partiellen Amplifikation kommen, was eine vorsichtige Interpretation erfordert.
Mit dem FetoGnost® Kit RHD erreichen Labore eine schnelle, sensitive und nicht-invasive fetale RHD-Genotypisierung und reduzieren so den Bedarf an unnötiger Anti-D-Prophylaxe bei RhD-negativen Schwangerschaften.